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Leserbrief an die Junge Welt zur Berichterstattung über den Mord an Quentin Deranque

In Deutschland gab es so gut wie keine Berichterstattung über die Ermordung an Quentin Deranque – ein unbescholtener junger Mann, der in Lyon von einem französichen „Antifa“-Mob nach einer Hetzjagd auf offener Straße umgebracht wurde.

Ein ausführlicher Artikel zu den Geschehnissen und vor allem Hintergründen dazu war in Ausgabe 256 der Kezterbriefe (https://www.ahriman.com/de/produkt/gesamtverzeichnis/ketzerbriefe-256/589) zu lesen, eine kurze Zusammenfassung gibt es online hier: https://bund-gegen-anpassung.com/de/artikel/quentin-deranque/373/schlagwort/oppositionsverfolgung/22

Zu den sonstigen wenigen Veröffentlichungen, die man überhaupt hierzulande über diesen Fall finden konnte, gehören diese zwei Artikel in der Jungen Welt:

https://www.jungewelt.de/artikel/519135.angriffe-auf-linke-einrichtungen-steuert-frankreich-auf-den-faschismus-zu.html?sstr=Quentin

https://www.jungewelt.de/artikel/518581.liberale-und-rechte-gegen-links-schweigeminute-f%C3%BCr-faschisten.html?sstr=Quentin

Die dort zum Ausdruck gebrachte sehr einseiteige Pro-„Antifa“-Sichtweise hat mich zu folgendem Leserbrief an die jW-Redaktion veranlasst:

Liebe Redaktion,

ich habe erst kürzlich durch einen Artikel über die Ermordung von Quentin Deranque am 12.2.2026 in Lyon erfahren (siehe Ketzerbriefe (KB) 256; Max Roth, „Die Mörder von Quentin Deranque und ihre Hintermänner – Justice pour Quentin Deranque!“ https://www.ahriman.com/de/produkt/gesamtverzeichnis/ketzerbriefe-256/).

Daher habe ich nachgeschaut, ob und – wenn ja – wie die jW darüber berichtet hat. So stieß ich auf einen Bericht über einen Gedenkmarsch in der Ausgabe vom 4.3.2026 sowie ein Interview mit dem LFI-Politiker Thomas Portes in der Ausgabe vom 14.3.2026. Darin wird das Mordopfer durchweg als „Faschist“ bezeichnet. Bezüglich der Tat wird beschrieben, er sei „an den Folgen von Kopfverletzungen, die ihm bei einer körperlichen Auseinandersetzung mit Antifaschisten zwei Tage zuvor zugefügt worden waren, gestorben“.

Diese Darstellung steht in Gegensatz zum KB-Artikel, der mir gut recherchiert vorkommt, da er nach eigenem Bekunden auf detaillierten Schilderungen des Tathergangs durch die Staatsanwaltschaft und einem ausführlichen Artikel des Figaro beruht. Zudem kursierte in den sozialen Medien ein Video, das ein Nachbar aus dem Bereich des Tatorts aufgenommen hatte, das erkennen lässt, dass es sich um vollkommen einseitige Gewalthandlungen vonseiten der Mörder gehandelt hat, so dass die Formulierung „Kopfverletzungen, die ihm bei einer körperlichen Auseinandersetzung mit Antifaschisten“ den Hergang nicht sachgerecht wiedergibt und die Tat verharmlost.

Jedenfalls war Quentin nach den KB-Informationen kein Faschist, sondern ein eher unpolitischer Mathematikstudent mit katholischem Hintergrund und Interesse an den Philosophen der Aufklärung. Nach dieser Darstellung war er an jenem verhängnisvollen Tag Teil einer Gruppe junger Männer, die sich bereithielt, um im Bedarfsfall eine Protestkundgebung der Frauenrechte-Gruppierung Collectif Némésis zu schützen. Im Vorfeld waren diese Frauen bereits von sogenannten Antifas angegriffen worden. Übrigens bezeichnet die jW das Collectif Némésis auch als „faschistisch“, was äußerst fragwürdig erscheint (https://www.collectif-nemesis.com/).

Meine dringende Bitte: Recherchiert mal selbst über die politische Ausrichtung von Quentin Deranque! Und: Hinterfragt das Treiben von Leuten, die sich als „Antifa“ bezeichnen! Ihre Gewaltaktionen sind oft genug Terror gegen Menschen, die die Politik der herrschenden Klasse öffentlich in Frage stellen.

Mit freundlichen Grüßen,

Olaf Malek

München

Abonnent & LPG-Genosse

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