Veranstaltungen
Donnerstag 26.11.2026 – Beginn 19:00 Uhr
MOVIMENTO, Neuhauser Str. 15, München 80331
Vortrag und Buchvorstellung mit Andrea Komlosy:
„Globalisierung im Übergang. Zerfall, Teilung oder Erneuerung des Weltsystems“
Zum Inhalt:
Von einer Zunahme der globalen Verflechtung, die um die Jahrtausendwende ihren Höhepunkt erreichte, kann Mitte der 2020er-Jahre keine Rede mehr sein. Das Buch widmet sich daher der Frage, ob der Begriff des globalen Kapitalismus zur Beschreibung der Welt noch zutrifft.
Die Unterbrechung der globalen Beziehungen erreicht heute eine neue Qualität, die über zyklische Krisen hinausgeht. Protektionismen und Embargomaßnahmen bringen eine regelrechte Teilung der Welt hervor. Einem transatlantischen Block steht ein eurasisch-pazifischer Block gegenüber. Bemerkbar macht sich dies im Handel, im Kapitalverkehr, bei Reisen und Finanztransaktionen, aber auch im Kultur- und Wissenschaftsaustausch. Gleichzeitig kommt es zu neuen Zusammenschlüssen im nicht-westlichen Teil der Welt, der über die Institutionen des BRICS+ gemeinsame Interessen verfolgt.
Für die kommenden Jahrzehnte zeichnet sich ein „chinesisches Jahrhundert“ ab – in Anlehnung an die „Pax Britannica“ des 19. Jahrhunderts und das „amerikanische Jahrhundert“ nach dem Zweiten Weltkrieg.
Gegen eine Fortsetzung der globalen Systemintegration unter chinesischer Steuerung spricht der Bedeutungsgewinn der Geopolitik gegenüber den Regeln der Kapitalverwertung. Die ökonomische Rationalität muss sich in Zeiten der zerfallenden westlichen Welt zunehmend dem politischen Primat fügen. Aus dieser Perspektive könnte das kapitalistische Weltsystem tatsächlich sein Ende erreicht haben.
Zur Autorin:
Andrea Komlosy, geboren 1957 in Wien, ist Professorin i. R. für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien. Zuletzt sind von ihr im Promedia Verlag erschienen: „Zeitenwende. Corona, Big Data und die kybernetische Zukunft“ sowie „Arbeit. Eine globalhistorische Perspektive“ und „Grenzen. Räumliche und soziale Trennlinien im Zeitenlauf“.
Veranstalter:
Freie Linke München
NachDenkSeiten Gesprächskreis München
Eintritt frei, Spenden erwünscht

Montag 19.10.2026 – Beginn 19:00 Uhr
dieBasis KV München Bürgerbüro, Schleißheimer Str. 189, München 80797
Vortrag und Buchvorstellung mit Leo Ensel:
„Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit – oder: Krieg heißt Töten“
Zum Inhalt:
„Absolut mega!“, „Baby“, „erlebbar“, „ganzheitlich“, „lodernder Glutkern“, „meinem Herzen folgen“, „my favorite toy“ oder „Sinnsuche“ – wer würde bei diesen Begriffen als erstes an Kriegstüchtigkeit denken?
Pickelhaube und schnarrender preußischer Befehlston sind out. Der neue Militarismus gibt sich smart, gendergerecht und TikTok-kompatibel. „Woke & wehrhaft“ hat die postmoderne Truppe zu sein – sämtliche Minderheiten der bunt-diversen Gesellschaft all inclusive. Der Weg in den Krieg wird nicht in harten Militärstiefeln beschritten, sondern auf sanften Sneakersohlen.
Zur Umkrempelung der Gesellschaft in Richtung „Kriegstüchtigkeit“ bedarf es eines „Mentalitätswechsels“, einer „kulturellen Umprogrammierung“. Ein elegantes Mittel dazu ist die Sprache. Wie dies geschieht, wie unsere Sprache verwahrlost, wie wir alle, jeden Tag mehr, an das Undenkbare gewöhnt und möglichst geräuschlos umprogrammiert werden sollen, das zeigt das „Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit“.
Zum Autor:
Leo Ensel ist Konfliktforscher und interkultureller Trainer mit Schwerpunkt „Postsowjetischer Raum und Mittel-/Ost-Europa“. In den 1980er Jahren im unabhängigen Flügel der westdeutschen Friedensbewegung aktiv. Seit Frühjahr 2014 zahlreiche Essays zum Neuen West-Ost-Konflikt (Berliner Zeitung, Nachdenkseiten, Globalbridge, Overton, Russian International Affairs Council, Gorbatschow Foundation etc.).
Veranstalter:
NachDenkSeiten Gesprächskreis München
Freie Linke München
Eintritt frei, Spenden erwünscht
Getränke gibt es vor Ort gegen einen kleinen Obolus

Freitag 26.06.2026 – Beginn 19:00 Uhr
dieBasis KV München Bürgerbüro, Schleißheimer Str. 189, München 80797
Vortrag und Buchvorstellung mit Hannes Hofbauer
Seit einigen Jahren greift die Europäische Union zu einem Instrument, das die Fundamente des Rechtsstaats infrage stellt: Sanktionen gegen Personen und Organisationen, verhängt ohne Gerichtsverfahren, Anhörung oder Verteidigung. Tausende Menschen landen auf schwarzen Listen, ihre Vermögen werden eingezogen und ihre Bewegungsfreiheit beschränkt.
Hannes Hofbauer untersucht die politischen, juristischen und historischen Dimensionen dieser Entwicklung. Er zeigt, wie sich die EU-Behörden seit 2014 – als Mittel im Kampf gegen Moskau – Kompetenzen angeeignet haben, die sie zum Ankläger und Richter in Personalunion machen. Solange sich die Sanktionen gegen russische und ukrainische Staatsbürger richten, mag deren schiere Existenz nicht bedroht sein. Seit 2022 und verstärkt seit dem 20. Mai 2025 werden jedoch auch EU-Bürger sanktioniert und damit all ihrer Rechte beraubt. Selbst die Hilfeleistung durch Angehörige oder Freunde steht unter Strafe.
Die neue Sanktionspolitik erinnert an vormoderne Strafregime. Der Autor geht deshalb zurück in die Geschichte und erinnert an Repressionsmaßnahmen wie die mittelalterliche Verbannung oder die Reichsacht, der z.B. Martin Luther ausgesetzt war. Im 19. Jahrhundert kam die Ausbürgerung als Strafe in Mode; sie erreichte im Nationalsozialismus ihren Höhepunkt. Heutige Terror- und Sanktionslisten fanden erst im 21. Jahrhundert massenhafte Verwendung durch die USA, die UNO und die EU.
Anhand konkreter Fälle – darunter drei Deutsche, die auf EU-Listen gelandet sind – zeigt Hofbauer, wie schnell politische Abweichung zur materiellen Vernichtung und zum gesellschaftlichen Ausschluss führen kann.
„Aller Rechte beraubt“ ist eine präzise Analyse einer stillen Machtverschiebung: von der Gewaltenteilung zum Ausnahmezustand.

Samstag 04.04.2026 – Beginn 13:00 Uhr
Max-Joseph-Platz München
Ostermarsch von München steht auf
MSA (München steht auf) ruft auf zum Ostermarsch am Max-Joseph-Platz, bei dem auch die Freie Linke München mit einem Infostand vertreten sein wird.
Weitere Informationen: https://muenchen-steht-auf.de/

Donnerstag 19.03.2026 – Beginn 19:00 Uhr
Eine-Welt-Haus München
Vortrag „Smartphone – Gefahren und Alternativen“
Referent: Fred Grosskopf
Dein Smartphone – Unsere Zukunft!
Smartphones prägen unseren Alltag und stehen im Zentrum der digitalen Welt.
Doch die Kontrolle über diese Technologie liegt in den Händen weniger Konzerne – vor allem Apple und Google.
Ihre Systeme bestimmen, wie rund drei Viertel der Menschheit kommunizieren, denken und handeln.
Diese Machtkonzentration birgt Risiken für Freiheit, Gesundheit und Frieden – besonders im Zusammenspiel mit Künstlicher Intelligenz.
Der Vortrag beleuchtet diese Entwicklungen, zeigt Alternativen auf und lädt zu einem bewussteren Umgang mit Technologie ein.
Ziel ist es, Wege zu mehr Selbstbestimmung und digitaler Souveränität zu eröffnen – für eine Digitalisierung im Dienst des Menschen.
Die Veränderung beginnt bei uns: in unserem Konsum, unseren Entscheidungen und unserem Mut, neue Wege zu gehen.
Jede bewusste Entscheidung heute gestaltet die Zukunft von morgen.
Fred Grosskopf ist Softwareentwickler und Berater.
Er verbindet technisches Wissen mit gesellschaftlichem Bewusstsein – für eine humane, achtsame und friedliche Welt.
Weitere Informationen und eine genauere Beschreibung des Vortrags gibt es hier: https://kuandu.systems/smartphone
Samstag 14.02.2026 – Beginn 13:00 Uhr
Odeonsplatz München
Friedensdemo gegen die Münchner „Sicherheitskonferenz“
Das Bündnis „Macht Frieden“ ruft auf zur Friedendemo am Odeonsplatz, bei der auch die Freie Linke München mit einem Infostand vertreten sein wird.
Auf der Bühne sprechen werden u.a. Eugen Drewermann, Ulrike Guérot, Rainer Rothfuss und Michael Aggelidis.
Weitere Informationen: https://macht-frieden.org/friedensdemo-gegen-die-muenchner-sicherheitskonferenz-valentinstag-ab-13-uhr-auf-dem-odeonsplatz/

Montag 12.01.2026 – Beginn 19:00 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr)
dieBasis KV München Bürgerbüro, Schleißheimer Str. 189, München 80797
Diskussionsrunde zum Thema „Waren die Nazis Sozialisten?“
Mit Olaf Malek & Melchior Ibing
Zeit für Debatte
Olaf Malek von der Freien Linken München und Melchior Ibing, ehemaliger Sprecher von MSA („München steht auf“), haben zur Frage, ob es sich bei den Nazis im Dritten Reich um Sozialisten gehandelt hat, sehr unterschiedliche Ansichten. Sie sind damit sicher nicht die Einzigen.
Wir laden ein zu einer Debatte über Kernbegriffe des Konfliktes innerhalb der kritischen Öffentlichkeit. Wir wollen klären und einander verstehen. Nach einer Einführung gehen wir zur offenen Debatte im Fishbowl-Format über.
Es lebe die Debatte!
Freitag 24.10.2025 – Beginn 19:00 Uhr
EineWeltHaus, Schwanthalerstraße 80, München 80336
Buchvorstellung „Chinas Gegenentwurf – Ein Weg in die Zukunft?“
Mit Uwe Behrens


Plakat und Flyer zum Download:
FreieLinke_Plakat_DINA4_München_DRUCK3
FreieLinke_Flyer_DINlang_98x210mm_DRUCK3
