Am 23.05.2026 erschien im Münchner Merkur folgender Artikel zur Zunahme ukrainischer Drohnen-Angriffe auf russisches Staatsgebiet bis hin nach Moskau:

Mit folgendem Leserbrief habe ich meine Meinung zu diesem Artikel und der darin behandelten Thematik zum Ausdruck gebracht:
Wenn man Kathrin Brauns Artikel über die Zunahme ukrainischer Drohnenangriffe auf die Russische Föderation liest, könnte man den Eindruck bekommen, dass im Unterton gesagt wird: „Geschieht denen doch recht!“ Ich hoffe, es ist nicht so gemeint.
Sondern in dem Sinne, dass einerseits gesehen wird, was für brutale Verbrechen die ukrainische Regierung an russischen Zivilisten begeht (sicher mit westlicher Unterstützung bei der Zielerfassung!). Zuletzt verübte die Ukraine einen gezielten Drohnenangriff auf das Schulwohnheim in Starobelsk im Gebiet Lugansk mit mindestens 21 jugendlichen Todesopfern. Würde Russland vergleichbare Verbrechen an der Zivilbevölkerung in der Ukraine begehen, könnten wir sicher sein, das in der hiesigen Presse vernommen zu haben.
Andererseits muss man sehen, dass die verstärkten ukrainischen Drohnenangriffe auf Ziele im russischen Binnenland einen enormen Druck auf die russische Staatsführung ausüben. Irgendwann wird sie vor der eigenen Bevölkerung nicht mehr rechƞertigen können, nichts dagegen zu unternehmen, dass
die Ukraine inzwischen westlich der ukrainisch-polnischen Grenze über ein sicheres Hinterland verfügt, in dem ohne die Gefahr russischer Bombenangriffe Drohnen produziert werden können. Dann wird sich Russland gezwungen sehen, Produktionsstätten für Drohnen und Drohnenteile z.B. in Deutschland anzugreifen. Das kann konventionell oder mit taktischen Nuklearwaffen geschehen. Der im Kreml einflussreiche Politologe Prof. Karaganow fordert schon lange, Westeuropa einen atomaren Denkzettel zu verpassen, da die dortigen Regierungen den Ernst der Lage nicht zu verstehen scheinen.
Ohne mich dieser Ansicht anschließen zu wollen, sei darauf hingewiesen, dass die Lage tatsächlich ernst ist und es endlich Zeit wird, auf einen Verhandlungsfrieden mit Russland hinzuarbeiten, statt den Kiesewetters und Freudings weiter das Feld zu überlassen.

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